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Dienstag, 11.05.2010

22.000 Stimmen für Wasserkraft–Stopp an unseren Flüssen

WWF übergibt NR-Präsidentin Prammer Petition für besseren Schutz der Österreichischen Flüsse

Im März 2010 haben die Partner der Allianz „Flüsse voller Leben“ Umweltminister Niki Berlakovich die 22.000 Unterschriften symbolisch übergeben und ihn ersucht, klare Kriterien für den weiteren Ausbau der heimischen Wasserkraft festzulegen. Im Zuge der anstehenden Novellierung des Wasserrechtsgesetzes und im Einklang mit dem Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan (NGP) sollen die Österreichischen Flüsse besser geschützt werden. Nur noch 20 Prozent der heimischen Flüsse sind natürlich oder naturnah erhalten geblieben.

Die Protagonisten betonen, nicht generell gegen die Nutzung der Wasserkraft aufzutreten, sondern gegen jene Projekte, die die letzten intakten Flüsse und Bäche Österreichs bedrohen. „Das Flussjuwel Lech ist ein Paradebeispiel für Standorte, an denen der weitere Ausbau der Wasserkraft ökologisch und moralisch einfach nicht vertretbar ist!“, spielt Wurzer auf die Pläne der ÖBB an, die Lechquellen  für den Ausbau des Kraftwerks Spullersee abzuleiten. Dieses Projekt würde den Naturpark Tiroler Lech, der unter Natura 2000 - Europaschutz steht, massiv schädigen.

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Kräuter nimmt die Anliegen der Flussschützer ernst: „Die eindrucksvolle Anzahl der Unterschriften zeigt, dass den Österreicherinnen und Österreichern der Schutz und Erhalt unseres Wasserschatzes ein großes Anliegen ist. Als Fischer und Präsident des Verbandes der Österreichischen Arbeiter-Fischerei-Vereine bin ich selbst viel an Flüssen unterwegs und weiß um die Bedeutung naturnaher Fließgewässer für die Artenvielfalt, aber auch für die Naherholung und für den Tourismus“, so Kräuter. Er tritt für eine umsichtige und maßvolle Energieerzeugung an den heimischen Flüssen ein. Auch die Europäische Kommission hatte zuletzt in einem Schreiben an das Lebensministerium einen besseren strategischen Zugang für den weiteren Ausbau der heimischen Wasserkraft gefordert.


Rückfragehinweis: Claudia Mohl, WWF Pressesprecherin, Tel. 488 17 250
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